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Department Sport & Gesundheit
Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit
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Neue Tabellen zum Glykämischen Index publiziert

Die umfangreiche Sammlung aller publizierten Werte zum glykämischen Index wurde zum 4. Mal überarbeitet und im renommierten American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Die Neuauflage ist Ergebnis einer Kooperation zwischen der Universität Sydney und der Universität Paderborn.

Der glykämische Index (GI) ist ein relatives Maß für die Kohlenhydratqualität und beschreibt, wie stark Kohlenhydrate in kohlenhydratreichen Lebensmitteln den Blutzuckerspiegel erhöhen (im Vergleich zur gleichen Menge Kohlenhydrate aus Glucose). Basierend auf dem GI unterscheidet man kohlenhydratreiche Lebensmittel mit einem niedrigen (GI ≤ 55), einem mittleren GI (GI 55 - <70) oder hohen GI (GI ≥ 70). Der gewohnheitsgemäße Verzehr von Kohlenhydraten aus Lebensmitteln mit niedrigem GI schützt vor der Entwicklung eines Typ 2 Diabetes.

Der Neuauflage liegt eine in PROSPERO registrierte systematische Literaturrecherche zugrunde. Alle publizierten Werte wurden einer detaillierten Qualitätskontrolle unterzogen. Etwa 2100 Werte entsprechen demnach der durch die International Standards Organisation (ISO) seit 2010 vorgeschlagenen Methodik, weitere 1900 Werte müssen als weniger präzise eingestuft werden.

Insgesamt zeichnen sich Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Pasta und Obst in der Regel weiterhin durch einen geringen GI ≤ 55 aus. Getreide und Getreideerzeugnisse, einschließlich Vollkorn- oder Vollkornprodukte, weisen jedoch große Unterschiede hinsichtlich ihrer GI-Werte auf, die vermutlich auf unterschiedliche Herstellungsverfahren zurückzuführen sind. Für Brot, Frühstückscerealien, Reis, herzhafte Snackprodukte und regionale Lebensmittel sind sowohl Versionen mit hohem als auch solche mit mittlerem und niedrigem GI erhältlich. Bei den meisten Kartoffelsorten handelte es sich um Lebensmittel mit hohem GI, doch wurden inzwischen auch spezielle Sorten mit niedrigem GI identifiziert.

Die Publikation und die Tabellen sind auf der Homepage des American Journal of Clinical Nutrition frei verfügbar: https://academic.oup.com/ajcn/advance-article/doi/10.1093/ajcn/nqab233/6320814?searchresult=1

 

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