Unterrepräsentanz von Trainerinnen im Spitzensport: Austausch und Impulse beim BISp-Workshop in Bonn
Am 30. April 2026 stand beim Workshop des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) in Bonn der wissenschaftliche Austausch rund um das Forschungsschwerpunktthema „FeMaLe – Frauen und Mädchen im Leistungssport“ im Mittelpunkt. Im Rahmen dieses Förderschwerpunkts unterstützt das BISp bundesweit mehrere Forschungsprojekte, die sich mit Geschlechtergerechtigkeit und Teilhabe im Leistungssport befassen.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Präsentation erster Ergebnisse unseres BISp-geförderten Projekts „Chancen(un)gleichheit in der Führung des Sports? Analyse auf der Ebene von Trainerinnen“, das aktuell im Arbeitsbereich Inklusion im Sport unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Radtke durchgeführt wird. Das Projekt untersucht Trainerinnen in höchsten Funktionen auf Bundesebene aus einer intersektionalen Perspektive. Für die Universität Paderborn nahmen Prof. Dr. Sabine Radtke, Dr. Kirsten Budde, Mia Henrichsmann und Theres Köchling am Workshop teil.
Ergänzt wurde das Programm durch die Vorstellung weiterer Forschungsprojekte innerhalb des FeMaLe-Schwerpunkts an den Standorten Köln und Bielefeld.
Neben den Ergebnispräsentationen bot der Workshop Raum für intensive Diskussionen über strukturelle Herausforderungen, Forschungsdesiderate und mögliche Transferperspektiven für die Praxis. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse langfristig zu konkreten Veränderungen im organisierten Sport beitragen können.
Der Workshop machte deutlich, wie wichtig der standortübergreifende Austausch für die Weiterentwicklung geschlechterbezogener Forschung im Leistungssport ist. Gleichzeitig bot die Veranstaltung zahlreiche neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Sportpraxis.
Unser Dank gilt dem BISp für die Organisation und Durchführung des gelungenen Workshops.